Irish Water Spaniels
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  • IRISCHER WASSERSPANIEL
    (Irish Water Spaniel) 

    ÜBERSETZUNG: Elke Peper.

    URSPRUNG: Irland.

    DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINALSTANDARDS: 13. 03. 2001

    VERWENDUNG: Der Irische Wasserspaniel ist so anpassungsfähig, daß er sich für die meisten Arten der jagdlichen Arbeit vor und nach dem Schuß eignet; er jagt, steht oft vor und apportiert bereitwillig aus dichtem Gestrüpp. Der Körperbau und die Veranlagung der Rasse haben ihn traditionell zum bevorzugten Helfer bei der Jagd auf Federwild werden lassen.

    KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 8 Apportier-, Stöber- und Wasserhunde            

    KURZER HISTORISCHER ABRISS: Der genaue Ursprung dieser Rasse liegt im Dunkeln. Nach allgemeiner Auffassung entwickelten sich Wasserspaniel aus Hunden, die aus Persien stammten und über Spanien nach Irland gelangt waren. Der erste Hinweis in Irland auf „Wasserhunde, die Wasservögel verfolgen“ datiert aus dem Jahr 1600; daher wissen wir, daß  sogar schon vor der Einführung der Schrotflinte in Irland Hunde mit wasserabstoßendem Haarkleid zum Einsatz kamen. Es gibt keinerlei schlüssige Hinweise auf die Vorfahren des Irischen Wasserspaniels bis auf jenes einzigartige Rassemerkmal  – seinen Rattenschwanz. Dieses Merkmal finden wir bei keiner anderen ihm ähnlichen Rasse, und so ist es sehr wahrscheinlich, daß der moderne Irische Wasserspaniel  auf ureigene einheimische Vorfahren zurückgeht. Das Aussehen dieser Rute führte zu den Bezeichnungen „Peitschenrute“ und „Rattenschwanz“.
    Jedenfalls wurden die Nachkommen dieser Hunde anerkannt und errangen im Ausstellungsring in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bereits große Erfolge. Im Jahre 1890 wurde der Irish Water Spaniel Club gegründet, um die Rasse systematisch zu fördern.

    ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD: Elegant mit aufrechter Haltung, kräftig gebaut, kompakt und gedrungen.

    VERHALTEN/CHARAKTER (WESEN): Stolz; er zeigt große Intelligenz und Ausdauer  verbunden mit von kühnem, forschem Eifer geprägtem Temperament, enormer Kondition und Ergebenheit. Ein guter Familienhund mit Sinn für Humor, aber mißtrauisch gegenüber Fremden.
     
    KOPF: Von guter Größe.

    OBERKOPF:
    Schädel: Von guter Größe, hochgewölbt; bietet durch gute Länge und Breite genügend Raum für das Gehirn. Der Haarschopf sollte aus langen, losen Locken bestehen und zwischen den Augen in einer deutlichen Spitze auslaufen, er sollte sich nicht perückenartig gerade von einer Seite zur anderen erstrecken.
    Stop: Sanft ansteigend.

    GESICHTSSCHÄDEL:
    Vorgesicht: Vollkommen glatt. Das Haar wächst in einem schmalen Streifen und bildet am hinteren Teil des Unterkiefers einen Bart.
    Nasenschwamm: Groß, gut entwickelt, dunkelleberfarben.
    Fang: Lang, kräftig, eher quadratisch aussehend.
    Gebiß: Kräftig und regelmäßig, Scherengebiß.
    Augen: Vergleichsweise klein, mandelförmig, dunkel-bernsteinfarben oder dunkelhaselnußbraun, mit sehr intelligentem Ausdruck.
    Ohren: Sehr langes, lappenförmiges Ohrleder. Tief angesetzt, recht dicht an den Backen herabhängend, von langen, gedrehten Haarlocken bedeckt.

    HALS: Mäßig lang, kräftig und gewölbt (damit der Kopf deutlich oberhalb der Rückenlinie getragen werden kann) mit kräftigem Übergang zu den Schultern.

    KÖRPER: Von guter Größe und insgesamt so proportioniert, daß er tonnenförmig wirkt, was durch die Rippenwölbung noch betont wird; rundum kräftig und gut bemuskelt.
    Rücken: kurz, breit, gerade, mit starker Verbindung zur Hinterhand.
    Lende: Tief und breit.
    Brust: Tief, aber zwischen den Vorderläufen nicht zu breit oder gerundet, dennoch mit guter Rippenwölbung und großem Umfang hinter der Schulterpartie. Weit nach hinten reichender Rippenkorb.

    RUTE: Glatt, kräftig und dick am Ansatz (wo sie auf einer Länge von 7,5 bis 10 cm - 3 bis 4 inches - mit kurzen Haarlocken bedeckt ist), sie verjüngt sich allmählich und endet in einer feinen Spitze. Sie sollte in ihrer Länge nicht bis zum Sprunggelenk reichen und gerade etwa in Höhe der Rückenlinie getragen werden.

    GLIEDMASSEN:

    VORDERHAND:

    HINTERHAND:

    PFOTEN: Groß, etwas rundlich und breitflächig, sowohl auf als auch zwischen den Zehen gut von Haar bewachsen, jedoch ohne übermäßige Befederung.

    GANGWERK/BEWEGUNG: In der Bewegung zeigt sich als rassetypische Besonderheit  ein Rollen, das durch den tonnenförmigen Brustkorb bedingt ist.

    HAARKLEID:

    HAAR: Dichte, feste, krause Ringellöckchen ohne jegliche Wolligkeit, aber auf natürliche Weise fettig. Der Nacken und die Halsseiten sollten mit Haarlocken wie am Körper bewachsen sein; die Kehle sollte von einem V-förmigen Flecken glatten Haars vom Ansatz des Unterkiefers bis hinunter zum Brustbein bedeckt sein. Die Vorderläufe sind rundherum mit Locken reich befedert, die an der Vorderseite kürzer sind. Unterhalb der Sprunggelenke müssen die Hinterläufe vorn glatt, hinten jedoch bis hinunter zu den Pfoten befedert sein.

    FARBE: Sehr satte, dunkelbraunrote Leberfarbe; Weiß an der Brust ist zu beanstanden.

    GRÖSSE:

    FEHLER : Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist.
    • Weiß an der Brust.
    • Blasse Haarfarbe.
    • Helle Augen.
    • Wolliges Haar.
    • Befederung an der Vorderseite des Hintermittelfußes.
    • Fehlende Befederung an der Vorderseite der Vorderläufe.
    • Spreizpfoten.
    • Befederung an der Rute.
    • Befederung am Vorgesicht.
    • Weiß an den Pfoten.

    Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.

    N.B.: Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden haben, die sich vollständig im Hodensack befinden